Schulen

Schulbau in Punkar

Durch eine lange Aufenthaltszeit in Tibet unseres Gründungsmitglieds Olaf Schubert ergab sich unser erstes Projekt. Olaf Schubert bereist als freier Fotojournalist und Buchautor seit vielen Jahren Asien und insbesondere Tibet und veröffentlicht seine mehrmals ausgezeichneten Arbeiten in mehreren Sprachen. Sein Diplom hatte zum Thema "Identität im kulturellen Kontext am Beispiel Tibets". Nach der hochwasserbedingten Zerstörung einer Schule in Punkar in der osttibetischen Region Kongpo beschlossen er und einige seiner tibetischen Freunde vor Ort, diese wieder aufzubauen. Die Verhandlungen mit der Regionalregierung dauerten ganze drei Jahre.
Im Herbst 2003 begannen die Vorbereitungsarbeiten zum Bau. Die lokale Dorfbevölkerung half Holz zu schlagen und zu trocknen. Aus den Felsen der umliegenden Täler mussten über 5000 Steine gehauen und geschnitten werden. Ein Jahr später war dann Baustart für unsere erste Schule in Punkar. Am Bau beteiligt waren etwa 13 Handwerker und Handwerkerinnen. Die Schule in traditioneller und ökologischer tibetischer Bauweise konnte im Februar 2005, eine Woche nach Losar, dem tibetischen Neujahrsfest, eingeweiht werden. Anwesend waren neben der Dorfbevölkerung Vertreter unseres Vereines, aber auch der Regionalregierung Osttibets. Bereits 14 Tage später startete der Schulbetrieb.

Kapazität: 120 Kinder

Nachtrag: Trotz eines bestehenden Kooperationsvertrages mit der Administration des Kongpo Gyamda Education Departments wurde drei Jahre nach der Eröffnung der Schulbetrieb aufgrund von Änderungen der schulischen Richtlinien geschlossen, da es sich nicht um eine Internatsschule handelte. Eine Erweiterung dieser Schule an diesem Standort zum Internat war aufgrund staatlicher Vorgaben nicht möglich. Das Gebäude wird heute als Gemeindekulturzentrum mit Bibliothek und medizinischem Stützpunkt genutzt. Wir haben für die Erstausstattung an Büchern und Medikamenten gesorgt.

Schulbau in Drukla

Nach Fertigstellung der ersten Schule in Punkar haben wir uns für die Unterstützung einer davon ca. 40 Kilometer entfernten schon bestehenden Internatsschule entschieden, bei der die Kinder aufgrund von Platzmangel in ihren Klassenräumen schlafen mussten.
Wir haben Geldspenden gesammelt, um an die bestehende Schule ein weiteres Gebäude anzubauen. Dadurch konnten Internat und Schule getrennt und die Bedingungen für die Kinder verbessert werden.
Zusätzlich ermöglichten wir die Errichtung eines Sanitätertraktes mit Duschen, Toiletten, und Heißwasserkollektoren. 2009 wurden beide Bauten fertiggestellt. Außerdem statteten wir im Neubau eine Bibliothek für die Kinder aus.

Kapazität: 250 Kinder


 
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