Sächsische Zeitung, 13. April 2005
Von den Mühen der Hochebenen: Wie ein Verein aus Sachsen in fast 4 000 Metern Höhe in Osttibet eine Schule baut.
von Birgit Grimm
Tashi Tensing ist die graue Eminenz im Tal. Jeder kennt ihn, viele sind auf ihn angewiesen. Und mancher holt sich bei ihm Rat. „Es war unser großes Glück, dass er uns von Anfang an unterstützt hat“, erzählt Olaf Schubert. Der Sozialpädagoge und Fotograf aus Dresden war schon oft in der Region Kongpo in Osttibet. Dort erhebt sich, etwa 400 Kilometer östlich der Hauptstadt Lhasa, das Chukla-Tal bis auf 4 000 Meter Höhe. Schubert kennt die Straßen und die reißenden Flüsse, die sich durchs Tal schlängeln. Er kennt die Dörfer am Weg und viele Menschen, die in der Hochebene leben. Gern ist er bei ihnen zu Gast, und er hat sie fotografiert, um in seinen Vorträgen, Büchern und Kalendern vom Himalaya-Alltag abseits der Trekkingpfade zu erzählen.

