Medizinprojekt

Medinzinprojekt

Unser aktuellstes Projekt, welches wir wieder gemeinsam  mit PSTTM umsetzen, versucht die sehr schlechte medizinische und hygienische Situation der tibetischen Nomadenbevölkerung im dünn besiedelten Gebiet der Twin Lakes in der Provinz Nagqu nordwestlich von Lhasa auf 4.500 m Höhe zu verbessern.
Aufgrund von Mangelernährung, schlechter Hygiene und fehlender Bildung gibt es dort zunehmend Krankheiten vor allem bei Kleinkindern und jungen Müttern. Besonders stark zugenommen hat die sogenannte „Knochenkrankheit“.
Mit der erneuten Unterstützung von genialsozial und durch weitere benötigte Spenden sollen tibetische Krankenschwestern und Ärzte in diese entlegenen Regionen bis zu viermal im Jahr fahren und die Menschen behandeln können und vor allem mit den Frauen Aufklärungsarbeit leisten. Geburtsvorsorge- und Nachsorgeberatung, Ernährungsberatung, Reduzierung von Kinderkrankheiten, sexuelle Aufklärung und die Integration behinderter Kinder sind Schwerpunkte dieser Arbeit. Zielgruppen sind sowohl Kinder und ihre Eltern, werdende bzw. junge Eltern, vor allem aber Jugendliche und hier vor allem junge Frauen.
Zweite Zielgruppe sind die schlecht ausgebildeten medizinischen Hilfskräfte in den Dörfern, deren Tätigkeit sich bisher auf den Umgang mit Spritzen und Antibiotika beschränkt. Diese werden mit dem Schwerpunkt auf traditionelle tibetische Medizin durch Ärzte von PSTTM für jeweils einen Monat ausgebildet.

Auf einer Kontrollreise konnten wir uns im Mai 2016 vom förderlichen Einsatz unserer Projektpartner überzeugen. In Barling besuchten wir das Ärzteteam von PSTTM auf einem der Fieldtrips und ließen uns die tägliche Routine zeigen. Das Team bezog dabei für einen Tag das örtliche Krankenhaus, wobei in anderen Dörfern auch Schulen oder Stadthallen genutzt wurden. Nachdem die Dorfbewohnerinnen und -bewohner bei den - unter anderem auf Frauenheilkunde oder Bone Disease spezialisierten - Medizinern eine Diagnose bekamen, konnten sie sich auch direkt mit traditionell tibetischen Medikamenten versorgen, die für sie kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. Wir begleiteten die Ärzte von PSTTM zurück nach Lhasa und konnten bei mehreren Arbeitstreffen die erste Projektphase auswerten. Außerdem diskutierten wir Möglichkeiten für künftige Zusammenarbeit.
Zunächst hoffen wir aber, das Medizinförderungsprojekt erfolgreich abschließen und damit die gesundheitliche Situation in Nagqu nachhaltig verbessern zu können.


 
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